Autor*in: Anne Lück
Titel: Silver & Poison, Band 1. Das Elixier der Lügen
Verlag: Ravensburger
Seitenzahl: 448
Klappentext:
You are my poison.Dass die Cops auf sie aufmerksam werden, ist das Letzte, was Avery gebrauchen kann. Schließlich muss die Barkeeperin nicht nur ihre Poisoner-Gabe verbergen, mit der sie magische Drinks herstellt und Menschen beeinflusst, sie steht auch in der Schuld einer gefährlichen Gang. Doch als in New York immer mehr rätselhafte Morde geschehen, nimmt ein junger Detective Avery ins Visier – ausgerechnet Hayes, dessen Nähe sie völlig aus dem Konzept bringt und der mit seinen grünen Augen in ihr Innerstes zu blicken scheint. Schon bald müssen die Giftmischerin und der Cop zusammenarbeiten, denn in der magischen Gemeinschaft geht etwas Dunkles vor sich. Und Averys Gabe beginnt, sich zu verändern …
Rezension:
Avery ist eine mittelmäßige Poisonerin: Sie kann Getränke und Essen mit ihrer Gabe mit Gefühlen füllen, die an den Verzehrer weitergegeben werden. Hauptsächlich setzt sie diese Gabe im Club ihres Bruders ein, in dem sie arbeitet. Doch gleichzeitig muss sie Schulden beim Gangsterboss Dorian Mars abarbeiten und mixt dafür schreckenerregende Drinks. Doch das alles gerät in den Hintergrund, als immer mehr Leichen in Magierkreisen auftauen und Avery unweigerlich auf den attraktiven Detective Hayes trifft, mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit teilt.
Das Buch ist ein spannender Auftakt einer Dilogie. Ich habe mich vor allem über die kreative Fantasywelt gefreut, in der es Poisoner, Narratives und Artists gibt, die alle eigene Fähigkeiten und Gerüche haben. Außerdem gibt es Shields: Das Ende einer Magierlinie. Sie können keine Magie mehr wirken, sind aber auch immun gegen diese. Man wird erst mal in die Story hineingeworfen und erfährt Stück für Stück mehr von der Welt. Das hat mir sehr gut gefallen - anstatt dass es am Anfang eine ellenlange Exposition gibt, in der alles erklärt wird.
Wir erleben die Geschichte aus Averys Sicht und treffen dabei auf zahlreiche Personen. Leider sind einige von ihnen etwas blass gewesen, z. B. ihr Bruder Ellis. Aber leider auch der Gangsterboss Dorian Mars. Er wird zwar immer als dunkle Bedrohung erwähnt, taucht aber persönlich kaum auf. Ich hoffe, im zweiten Teil mehr von ihm zu erleben. Leider ist auch das Love Interest ein bisschen blass geblieben. Es wird mehrfahr betont, dass Avery und Hayes vor Jahren ein zweistündiges Gespräch hatten, was der erste Funke für beide war, aber dieser Funke will nie ganz bei mir überspringen. Hayes sieht toll aus und hat neben seinem Polizistendasein auch eine weiche Seite, ansonsten habe ich aber nicht das Gefühl, ihn gut kennengelernt zu haben.
Fazit:
Eine nette Urban-Fantasy-Geschichte mit kreativen Fähigkeiten, deren Figuren leider etwas schwach geblieben sind. Trotzdem freue ich mich auf den zweiten Teil.
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