Rezension - Tessa Bickers: Wir treffen uns im nächsten Kapitel 2,5/5 💫

                                                                                Autor*in: Tessa Bickers
Titel: Wir treffen uns im nächsten Kapitel
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 336

Klappentext:
Zwei Buchliebhaber. Zwei gebrochene Herzen. Ein neues Kapitel? Die romantische Komödie »Wir treffen uns im nächsten Kapitel« erzählt die herzerwärmende Liebesgeschichte von zwei Fremden, die einander Nachrichten in Büchern hinterlassen und sich in die Gedanken des anderen verlieben. Versehentlich landet Erins Lieblingsbuch in einem von Londons öffentlichen Bücherregalen. Als sie es sich zurückholt, entdeckt sie, dass jemand auf ihre Notizen am Rand geantwortet hat. Der geheimnisvolle Fremde lädt sie ein, ihn am Rand von Große Erwartungen von Charles Dickens zu treffen. Zum ersten Mal seit dem Tod ihrer besten Freundin beginnt Erin sich zu öffnen.

Zufällig entdeckt James in einem öffentlichen Bücherschrank eine Ausgabe von Wer die Nachtigallstört. Die am Rand notierten Gedanken der mysteriösen Fremden berühren ihn so, dass er darauf antwortet und das Buch zurück ins Regal stellt. Zum ersten Mal, seit er das Mädchen verloren hat, das er liebt, beginnt James sich zu öffnen.
Was aber wird passieren, wenn Erin und James herausfinden, dass sie einander keineswegs Fremde sind?

Rezension:
Erin lässt eines ihrer Lieblingsbücher, welches voller Kommentare ist, in einem Bücherschrank zurück. James findet das Buch und hinterlässt seinerseits Kommentare. Es entspinnt sich eine Buchfreundschaft, doch beide ahnen nicht, dass sie sich gar nicht so fremd sind und Erin sich geschworen hat, James für immer zu hassen.

Nach den Klappentext habe ich mich auf einen Roman gefreut á la "E-Mail für dich". Was ich stattdessen bekommen habe, ist eine furchtbar nervige Protagonistin. Ja, es wird zwar thematisiert, dass Erin einige Probleme hat und schwer Vertrauen fassen kann, trotzdem hat mir ihre Art überhaupt nicht gefallen, sodass ich schwer mit ihr mitfühlen konnte. James war auf der anderen Seite schon viel nahbarer. Aber zu einer Liebesgeschichte braucht es nun mal 2.

Auch beim Schreibstil hatte ich meine Schwierigkeiten und bin mir unsicher, ob es an der Übersetzung liegt oder am Original. Vieles wurde furchtbar kurz erzählt und abgehandelt. Beschreibungen von Orten und Figuren gab es nur eher spärlich. Dies führte also ebenfalls dazu, dass ich mich nie richtig in die Handlung hineinfühlen konnte.

Was das Buch ganz gut macht, sind die ernsten Themen, die angesprochen werden. James' Mutter ist bipolar und wir lernen von seinem täglichen Struggle. Auch das Thema Erfolg vs. Glück wurde aufgegriffen.

Fazit:
Insgesamt war dieser Liebesroman zu seicht und oberflächlich. Durch eine sehr schwierige Hauptfigur war ich nie komplett investiert. Der Aufhänger des Buches, dass sich Nachrichten über Bücher geschrieben wurden, war sehr nett, geriet aber immer mehr in den Hintergrund.

Danke an Netgalley für das Rezensionsexemplar

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